Award für die Initiative Wohnen.2050

Hessens größtes Wohnungsunternehmen wurde für den bundesweiten Branchenzusammenschluss Initiative Wohnen.2050 (IW.2050) mit dem immobilienmanager-Award 2021 in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet. In der Jurybegründung heißt es: „Mit der Initiative Wohnen.2050 hebt das Unternehmen sein Engagement auf eine nächste Stufe. Denn Nachhaltigkeit und Klimaziele können nicht als einzelnes Unternehmen, sondern nur gemeinsam erreicht werden.“ Im Finale setzte sich die NHW gegen EWE tel. und Catella Project Management durch. Wir freuen uns mit unserem Kunden und gratulieren zu dieser tollen Auszeichnung!

Vorausdenken, Vorangehen: Gemeinsam für den Klimaschutz

Anfang letzten Jahres gemeinsam mit Partnern als Kommunikations- und Umsetzungsnetzwerk gegründet, hat die IW.2050 in kürzester Zeit mehr als 80 Partner mit rund 1,7 Mio. Wohneinheiten für sich gewinnen können. Die Initiative hat sich die Erreichung eines klimaneutralen Gebäudebestands bis zum Jahr 2050 zum Ziel gesetzt und bietet den Partnerunternehmen wertvollen Wissensaustausch beispielsweise durch Web-Veranstaltungen zu Themen wie Klimastrategie und CO2-Bilanzierung.

immobilienmanager-Award: Die Besten der Branche

Der Immobilien Manager Verlag zeichnet seit 2009 in 14 Kategorien erfolgreiche Unternehmen, Projekte und Personen der Immobilienwirtschaft aus. Eine hochkarätige und unabhängige Jury aus renommierten Köpfen der Immobilienbranche nominiert dafür pro Kategorie bis zu drei Kandidaten. Vor dem Finale, dass 2021 pandemiebedingt erstmals als digitale Award-Gala im Livestream und Spielfilmlänge stattfand, wurden in den drei Tagen zuvor die Top-3-Kandidaten der unterschiedlichen Kategorien per Video präsentiert.

Weitere Infos und alle Videos finden Sie im Internet unter diesem Link.


Foto: Steffen Hauser

Webtalk zum Lieferkettengesetz – jetzt anmelden!

Seit Monaten wird in Deutschland über die Einführung eines Lieferkettengesetzes diskutiert, und Ende Januar hat das Europäische Parlament für einen konkreten Vorschlag eines europäischen Lieferkettengesetzes gestimmt. Dass das Thema Lieferkette im vergangenen Jahr im akzente-Themenbarometer um sieben Plätze vorgerückt ist, verwundert angesichts der vehement geführten Debatten nicht.

  • Was bedeutet ein Lieferkettengesetz nun konkret?
  • Welche neuen Entwicklungen gibt es in Deutschland und der EU?
  • Wie kann es Unternehmen gelingen, die neuen Anforderungen bei der Erfüllung ihrer Sorgfaltspflicht einzuhalten?
  • Welche Chancen ergeben sich für Unternehmen durch die Einführung von nachhaltigen Lieferketten?

akzente gibt Antworten und Raum für Diskussion! 

Am 23. Februar 2021 laden wir von 11.00 bis 12.30 Uhr zu einem Webtalk mit Impulsvortrag und anschließender Paneldiskussion mit 3 Expert:innen aus Wissenschaft und Handel.

Die Teilnahme ist kostenlos. Wir freuen uns auf Sie!

Hier anmelden und mitdiskutieren!


Webtalk: Nachhaltige Lieferkette – Chancen und Herausforderungen in einer globalisierten Arbeitswelt 

Impulsvortrag

Lieferkettengesetz – aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen & Chancen für Unternehmen

von Alice Gumppenberg, Senior Expert Supply Chain Sustainability (akzente)


Experten-Panel & anschließendem Q&A mit

  • Anne Göbel, Abteilungsleiterin Corporate Social Responsibility (Handelsverband Deutschland)
  • Illa Brockmeyer, Public Policy Manager EU & Germany (Metro Group)
  • Prof. Dr. Thomas BeschornerProfessor für Wirtschaftsethik und Direktor des Instituts für Wirtschaftsethik (Universität St. Gallen)

Moderation: Alice Gumppenberg


KfW Nachhaltigkeitsbericht 2019 auf Shortlist des European Excellence Award

Die KfW Bankengruppe wurde bei den diesjährigen European Excellence Awards für ihren Nachhaltigkeitsbericht 2019 unter die besten fünf der Kategorie „Annual Report & CSR Report“ gewählt. Mit dem Bericht, der sich in die drei Berichtsteile Dialog, Diskurs und Daten gliedert, informiert die KfW über die Folgen des Klimawandels, stellt das eigene Nachhaltigkeitsmanagement umfassend dar und gibt Auskunft nach GRI, HGB und TCFD.

Die European Excellence Awards zählen zu den angesehensten internationalen Wettbewerben für herausragende PR- & Kommunikationsarbeit. Jährlich werden dort europäische PR- und Kommunikationsprojekte von einer Expertenjury ausgezeichnet – 2020 in insgesamt 60 Kategorien, u.a. mit Sonderkategorien zu Kampagnen im Kontext der Corona-Pandemie.

Foto: EEA

CSR-Berichtspflicht: Neue Entwicklungen auf EU-Ebene

Am 18.12.2020 wurden im Rahmen einer Online-Konferenz des Bundesumweltministeriums (BMU) die Planungen zur Novellierung der EU-Richtlinie zur nichtfinanziellen Berichterstattung (NFRD) vorgestellt. Elena Averas von der EU-Generaldirektion Finanzstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmarktunion (GD FISMA) betonte dabei, dass es derzeit nur Überlegungen und noch keinerlei Beschlüsse gibt. Die Pläne auf EU-Ebene sehen vor, dass die European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) bis Ende Januar einen Entwurf für einen möglichen Europäischen Standard für nichtfinanzielle Berichterstattung vorlegt. Bis Ende März soll dann ein Entwurf für die Novellierung der NFRD vorgelegt werden. Die Idee ist, dass die zukünftige Richtlinie die Anwendung des EU-Berichtsstandards verpflichtend vorschreibt. Ob es dazu kommt ist noch völlig offen, schließlich müssen die Mitgliedstaaten eine solche Regelung wollen. Sollte die Einigung auf EU-Ebene und die Umsetzung in nationales Recht zügig erfolgen, könnten ab 2024 erstmals Berichte gemäß der neuen Regelung veröffentlicht werden.

Vier Schwerpunkte bei der Überarbeitung der Richtlinie

1. Ausweitung der einbezogenen Unternehmen

Die Rückmeldung aus der öffentlichen Konsultation und auch die Überlegungen der GD FISMA gehen dahin, dass auch große Unternehmen, die nicht kapitalmarktorientiert sind, in den Anwendungsbereich der EU-Richtlinie einbezogen werden sollen. Da dies auch im Kontext der Gewährleistung eines fairen Wettbewerbs diskutiert wird, gilt diese Anpassung als wahrscheinlich. Darüber hinaus gibt es Überlegungen, dass zusätzlich auch kapitalmarktorientierte KMU mit einbezogen werden.

2. Verpflichtung zur externen Prüfung

In Frankreich, Spanien und Italien ist eine externe Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung bereits verpflichtend. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich dies in der Praxis auch in anderen EU-Staaten – so auch in Deutschland – bereits weitestgehend etabliert hat, wird eine EU-weite Verpflichtung zu einer externen Prüfung ernsthaft in Betracht gezogen. Die externe Prüfung soll die Verlässlichkeit der Angaben erhöhen. Dies könnte letztlich zu einer Verpflichtung zu einer Prüfung mit hinreichender Sicherheit (Reasonable Assurance) münden. Die Diskussion hierzu ist aber noch nicht abgeschlossen und hängt mit einer Reihe von Herausforderungen zusammen, wie zusätzliche Kosten für Unternehmen, Prüffähigkeit der Informationen oder auch zusätzlich benötigte externe Prüfer.

3. Vorgaben zur Art der Veröffentlichung

Eines der Ziele ist eine stärkere Verzahnung von finanzieller und nichtfinanzieller Berichterstattung zu erreichen. In diesem Zuge werden Überlegungen angestellt, einen EU-weit einheitlichen Ort und Zeitpunkt der Veröffentlichung für beide Formen der Berichterstattung zu definieren. Zudem sollen die Informationen schnell und einfach zugänglich bereitgestellt werden – hier wird insbesondere an Maschinenlesbarkeit gedacht. 

4. Inhaltliche Spezifizierungen und internationale Anschlussfähigkeit

GD FISMA strebt eine möglichst hohe internationale Anschlussfähigkeit an. Diese soll im Rahmen des EU-Berichtsstandards erreicht werden, indem dieser (auszugsweise) Anforderungen zentraler internationaler Standards, namentlich GRI und TCFD, übernimmt. Sofern erforderlich behält man sich vor, weitere Anforderungen zu ergänzen. Hierbei ist angedacht, neben einer stärkeren Spezifizierung der zu veröffentlichen Berichtsinhalte auch sektorspezifische Vorgaben zu erarbeiten. Der mögliche EU-Berichtsstandard kann dann als Grundlage für weitere Harmonisierungen dienen. Dabei werden auch die jüngsten Entwicklungen bei der IFRS-Foundation, die sich jetzt auch mit nichtfinanzieller Berichterstattung befasst, mit Interesse verfolgt.


Die Aufzeichnung der Konferenz wird nach Weihnachten auf der Website des BMU hier verfügbar sein.

Über aktuelle Entwicklungen der CSR-Berichtspflicht und die Sustainable Finance-Strategie der EU informieren wir auch regelmäßig auf www.csr-berichtspflicht.de

Foto: Guillaume Perigois | Unsplash

„Sustainability Playbooks“

Während nachhaltiges Wirtschaften längst als klarer Beitrag zur Zukunftssicherung bei Großkonzernen und Mittelständlern angekommen ist, ist Nachhaltigkeit in der breiteren Startup- und Venture-Capital-Szene häufig noch unentdeckt. Daher haben die Nachhaltigkeitsberatung akzente, der Startup Accelerator TechFounders und die Venture-Capital-Firma UVC Partners einen Leitfaden für Startups und Venture Capital Firmen entwickelt. Die „Sustainability Playbooks“ liefern für beide Perspektiven eine konkrete Hilfestellung und praktische Tipps, das Thema gezielt anzugehen.

Die durch das interdisziplinäre Team entwickelten Playbooks machen als umsetzungsorientierten Leitfaden und erste zentrale und kostenlose Wissensplattform zum Thema Nachhaltigkeit zahlreiche externe Frameworks, Umsetzungsbeispiele und Best Practices zugänglich. Für Startups geben die Playbooks praktische Umsetzungstipps, wie sie Nachhaltigkeit in ihre Strategie integrieren, materielle Themen – Chancen und Risiken – für ihren langfristigen Erfolg identifizieren, sowie konkrete Ziele und Maßnahmen definieren und Fortschritte bei ihrer Umsetzung messen können. Für Venture Capitalists werden konkrete Schritte und Maßnahmen entlang der fünf Hebel Investmentprozess, die Zusammenarbeit mit Portfolio-Firmen sowie die eigenen Aktivitäten der VCs. Das Designkonzept und die Gestaltung sowie Umsetzung der Website erfolgte durch die Berliner Designagentur loveto.

Praktische und umsetzungsorientierte Hilfestellung, Nachhaltigkeit für den langfristigen Erfolg zu nutzen

Die Initiatoren der Playbooks sind überzeugt, dass insbesondere im Zusammenspiel von Startups und Investoren – von innovativen Geschäftsmodellen, Schnelligkeit und transformativem Wirken auf der einen Seite sowie von Kapitalkraft, Marktzugang und Erfahrung auf der anderen Seite – ein entscheidender Beitrag zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen geleistet werden kann. Denn „die Geschwindigkeit, mit der wir unsere Wirtschaftsmodelle optimieren und transformieren müssen, ist nur noch in neuen Formen der Kooperation zu realisieren“, betont Dr. Thomas Melde, Managing Partner bei akzente.

Miki Yokoyama, Managing Partner bei TechFounders, ergänzt: „Unser Ziel ist es, mit den ‚Sustainability Playbooks‘ das Bewusstsein bei Venture-Capital-Unternehmen zum Thema Nachhaltigkeit zu schärfen, aber auch Gründer:innen zu inspirieren, selbst aktiv zu werden.“ „Wir glauben, dass die Zusammenarbeit mit Portfolio-Unternehmen, Nachhaltigkeit sowie langfristiges Denken und Handeln in ihre Strategie, Aktivitäten und Prozesse zu integrieren, der größte Hebel für Risikokapitalgeber ist, um zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen”, so Johannes von Borries, Managing Partner bei UVC Partners.

Mit ihrem Ansatz haben die Playbooks bereits zahlreiche Unterstützer gewonnen, unter anderem die Venture-Capital-Firmen HV Capital, Earlybird, Northzone und Lakestar sowie Organisationen wie den Deutschen Startup Verband, Leaders for Climate Action, Future-Fit oder die Greentech Alliance.

Startups und Investoren – Treiber einer nachhaltigen Transformation der Wirtschaft

Startups als Innovationstreiber werden die wirtschaftliche Transformation maßgeblich mitgestalten. Nachhaltiges Denken und Handeln ist dabei die stärkste Grundlage für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens. Die Playbooks sollen dabei helfen, das Thema Nachhaltigkeit frühzeitig anzugehen und in der eigenen DNA zu verankern.
Risikokapitalgeber, oder Venture Capitalists, haben wiederum die Hebelwirkung und die Verantwortung, mit ihren Investments ein besseres Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichen, ökologischen, sozialen und Governance-Themen (ESG) zu erreichen. Investoren, die dies erkennen und vorantreiben, können damit ihre Portfolio-Risiken minimieren und einen klaren Beitrag zum langfristigen Erfolg ihrer Portfolio-Firmen leisten.
Gleichzeitig ist es für Investoren wichtig, mit gutem Beispiel voranzugehen und auch interne Prozesse und Aktivitäten nachhaltig auszurichten, beispielsweise durch die Reduktion des eigenen CO2-Fußabdrucks oder eine ambitionierte Agenda, die Vielfalt im Unternehmen zu stärken.

Whitepaper „Sustainability in Startups” legte die Basis

Bereits Anfang 2020 befragten akzente und TechFounders insgesamt 282 europäische Startups aus verschiedenen Branchen zur Bedeutung von Nachhaltigkeit. Fast 90 Prozent der teilnehmenden Startups hatten sich damals bereits über die Rolle und Relevanz von Nachhaltigkeit für ihr Unternehmen Gedanken gemacht – die meisten von ihnen gaben aber an, vor substanziellen Umsetzungsherausforderungen zu stehen. Das vollständige Whitepaper „Sustainability in Startups” können Sie hier herunterladen.

 www.sustainability-playbooks.com


Foto: Sustainability Playbooks | loveto

Die besten Seiten der Nachhaltigkeit: Kompendium „Sustainable Publishing“

Das Inapa „Kompendium“ geht in die dritte Runde. Mit dem Schwerpunktthema „Sustainable Publishing“ liefern auf 174 Seiten 46 Experten und Vorreiter aus Unternehmen, Agenturen und Herstellern wertvolle Einschätzungen und einzigartige Einblicke in die Erstellung nachhaltiger Printproduktionen. Dabei dreht sich alles um zentrale Fragen der Sustainability in Print, wie etwa: Wann ist Print eigentlich nachhaltig? Bedeutet Nachhaltigkeit, auf graues Papier zu drucken? Sind Print und Online unvereinbar? Das neue Kompendium „Sustainable Publishing“ zeigt praxisorientiert neue Wege und Lösungen im Themenkomplex „Nachhaltigkeit“ – mit dabei auch zwei Kundenprojekte von akzente:

Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt: Transparenz und Tatendrang

Mit dem enormen Bedeutungszuwachs, den das Thema Nachhaltigkeit quer durch die Gesellschaft, im Finanzsektor und in der Politik erfahren – und in der Coronakrise auch nicht verloren – hat, kristallisieren sich Transparenz und Tatendrang als Pole des Nachhaltigkeitsmanagements heraus: Künftig werden strategische Kennzahlen das Reporting prägen und Kommunikation ohne Engagement obsolet sein. Sabine Braun beschreibt am Beispiel der Unternehmensgruppe Nassauische Wohnstadt, was Nachhaltigkeit braucht. Das Nachhaltigkeitsengagement des akzente-Kundens wurde mit dem CSR-Preis der Bundesregierung 2020 ausgezeichnet.

Social-Bee: Ein Wirkungsbericht, der Maßstäbe setzt

Auch für den gemeinnützigen Sektor wächst die Bedeutung von Transparenz, insbesondere gegenüber Investoren. akzente hat das Münchner Startup Social-Bee bei seinem ersten Wirkungsbericht nach Social Reporting Standard (SRS) begleitet. Das Reportingformat soll mehr Transparenz über den Einsatz der Mittel und die gesellschaftliche Wirkung der damit finanzierten Maßnahmen ermöglichen.

„Kompendium“ steht für zukunfts- und wegweisende Kommunikationslösungen

Erstmals erschienen im Oktober 2018, besitzt das „Kompendium“ von Inapa den Anspruch, branchenweit Zeichen zu setzen für zukunfts- und wegweisende Kommunikationslösungen. Nach den Themenschwerpunkten „Reporting“ (2018) und „Content Publishing“ (2019) zeigt das Leitmedium für moderne Printproduktion in der aktuellen Ausgabe nicht nur inhaltlich, was in puncto Print und Nachhaltigkeit heute machbar ist.

Ein persönliches Exemplar kann per E-Mail unter kompendium.de@inapa.com bestellt werden. Weitere Informationen unter inapa.de/kompendium


Foto: Inapa

Corporate Digital Responsibility (CDR)

Die Bertelsmann Stiftung und das Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik (WZGE) haben den Sammelband „Unternehmensverantwortung im digitalen Wandel – Ein Debattenbeitrag zu Corporate Digital Responsibility“ veröffentlicht. 83 Expertinnen und Experten eröffnen darin vielfältige und multiperspektivische Sichtweisen zum Stand und zur zukünftigen Gestaltung der CDR. Das Buch bietet Einblicke in theoretische Grundlagen und gibt Hinweise zur praktischen Umsetzung der digitalen Transformation in Unternehmen, den Chancen und Risiken, die sich im Umgang mit Daten und Künstlicher Intelligenz, der digitalen Arbeitswelt sowie der Umsetzung von Nachhaltigkeit ergeben. akzente-Gründerin Sabine Braun und Philipp Hofmann, Senior Manager IT, zeigen in ihrem Beitrag auf, wieso Digitalisierung als eine Aufgabe des CSR-Managements verstanden werden sollte.

Das Buch steht in digitaler Form unter anderem bei akzente als kostenloser Download zur Verfügung und kann als Printausgabe hier bestellt werden.

Ein Interview mit Initiatorin und Mitherausgeberin Birgit Riess, Direktorin der Bertelsmann Stiftung, finden Sie hier.

Foto: geralt | Pixabay – Pixabay License

Resilient durch Nachhaltigkeit?

Unternehmen waren schon immer großem Veränderungsdruck ausgesetzt. Neue Bedürfnisse führen zum Wandel der Geschäftsmodelle, neue Wettbewerber zu mehr Konkurrenzdruck und neue Technologien oft genug zu raschen Marktbereinigungen. Es überleben jene, die ihr Geschäft fortlaufend auf den Prüfstand stellen, sich schnell an neue Bedingungen anpassen und auch mit unerwarteten Krisen oder Herausforderungen umzugehen wissen. Die Corona-Pandemie hat uns vorgeführt, wie zerbrechlich unser Wirtschaftssystem und wie wichtig daher die Widerstandsfähigkeit von Unternehmen und ihre Kraft ist, sich immer wieder neu zu erfinden.

  • Purpose schafft ein Mindset für Veränderung
  • Führung muss Wegweiser in die Zukunft sein
  • Werttreiber sind für den Erfolg neu zu definieren
  • Prozesse sollten resilienter statt effizienter werden
  • Kooperation schafft Potenzial für Innovationen
  • Nachhaltigkeit und Resilienz gehen Hand in Hand

Es ist keine neue Erkenntnis, dass sich die Art, wie wir wirtschaften und unser Leben führen, verändern muss. Die notwendige Transformation ist zu großen Teilen auf ökologische Herausforderungen und gesellschaftliche Entwicklungen zurückzuführen. Sie wird durch die Digitalisierung und technologische Umbrüche beschleunigt. Dieselgate und der Erfolg von Tesla beispielsweise haben zu einer Abkehr vom klassischen Verbrennungsmotor geführt, wie sie noch vor wenigen Jahren niemand für möglich gehalten hätte. Die Absage der Politik an eine Kaufprämie für konventionell angetriebene Autos war auch für andere Branchen ein klares Signal, dass die Hoffnung auf ein „Weiter so“ oder zumindest auf eine langsame Umstellung der noch erfolgreichen Geschäftsmodelle trügerisch ist. Was das heißt, erlebt die Fleischindustrie gerade wie im Zeitraffer.

Und so hat die Pandemie letztlich die Einsicht in die Notwendigkeit einer raschen Transformation noch einmal mehr befeuert. Sie war gewissermaßen ein Weckruf, indem sie rasch und unbarmherzig deutlich machte, wie verletzbar wir sind, wie sehr unser Wohlstand auf teils ausbeuterischen Methoden basiert und wie wenig widerstandsfähig unsere auf Effizienz und „Just in Time“ getrimmten Prozesse sind. Damit sind Themen wie Kreislaufwirtschaft, Biodiversität oder regionale Wertschöpfung, die bisher nicht wirklich ernst genommen wurden, stärker in den Blick geraten. Das Thema Klimaschutz könnte gar einen ganz neuen Schub erfahren. Denn auch das hat die Krise gezeigt: Wir können mit Veränderungen rasch und entschieden umgehen. Die Gestaltungskraft, die der Staat in dieser Krise bewiesen hat, dürfte künftig auch Vorhaben wie den europäischen Green Deal oder Sustainable Finance prägen.

Vor diesem Hintergrund sollte sich nun jedes Unternehmen hinterfragen und sein Geschäftsmodell auf den Prüfstand stellen. Dabei ist es gut beraten, sowohl an den Prozessen und den Produkten wie auch an seiner Kultur und der Führung anzusetzen – und Nachhaltigkeit und Verantwortung zu den Leitplanken der Weiterentwicklung zu machen. Was das bedeutet, ist nachfolgend anhand von sechs Thesen dargestellt:

Purpose schafft ein Mindset für Veränderung

Unternehmen, die sich auf veränderte Rahmenbedingungen einstellen, müssen auch ein neues gemeinsames Mindset entwickeln, das mit dem Wandel umgehen kann. Ein Purpose, der Nachwuchs und Kunden begeistert, ist dafür eine gute Basis. Er motiviert Mitarbeiter und setzt neue Kräfte frei. Die Erwartung der Mitarbeiter und anderer Stakeholder an Sinnhaftigkeit des unternehmerischen Handelns wird durch die Krise eher bestärkt. Ja, mehr noch: Die Hoffnung, dass Unternehmen sich mit dem, was sie entwickeln und herstellen, am Gemeinwohl orientieren, könnte deutlich steigen. Dabei ist ein gelungener Purpose mehr als nur ein Slogan. Er verknüpft die Werttreiber des Geschäftsmodell mit wichtigen Zukunftsthemen, relevanten Nachhaltigkeitsanforderungen und spiegelt wider, wie sich Werte und Haltung von Unternehmen ausdrücken. Er ist das Ergebnis eines Prozesses, der auf eine nachhaltigkeitsorientierte Unternehmensstrategie einzahlt, und weist Unternehmen den Weg in eine Zukunft, die verantwortungsbewusst gestaltet wird.

Führung muss Wegweiser in die Zukunft sein

In Zeiten, die von Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität (VUKA) geprägt sind, muss Führung Orientierung vermitteln. Jede Führungskraft muss heute in der Lage sein, auf veränderte Rahmenbedingungen agil zu reagieren, weitsichtige Entscheidungen zu treffen und Mitarbeiter „mitzunehmen“. Eine fundamentale Voraussetzung für eine vorausschauende Unternehmensführung ist eine dauerhafte und tiefgreifende Auseinandersetzung mit dem, was die Zukunft bringen könnte. Corporate Foresight, die strategische Frühaufklärung durch das Management, ist dafür wichtiger denn je. Die Szenario-Analyse hilft in diesem Zusammenhang, relevante Einflussfaktoren zu erkennen, ihre Auswirkungen auf das Marktumfeld zu antizipieren und passende Strategien abzuleiten. Insbesondere vor dem Hintergrund von klimabezogenen Risiken ist die Auseinandersetzung mit verschiedenen Szenarien unumgänglich. Doch Unternehmen sollten die ganze Bandbreite an Nachhaltigkeitsthemen und -herausforderungen berücksichtigen, wenn Sie die Zukunft in den Blick nehmen.


Den vollständigen Artikel finden Sie jetzt im 35. CSR-Magazin. UVG-Mitglieder bzw. CSR MAGAZIN-Lesende können den Beitrag auch hier online abrufen.


Foto: Egor Vikhrev | Unsplash

Nassauische Heimstätte | Wohnstadt mit CSR-Preis 2020 ausgezeichnet

Wir freuen uns mit unserem Kunden, der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt, über den CSR-Preis 2020 der Bundesregierung!

In der Jurybegründung heißt es: „Die in der Wohnungswirtschaft tätige Unternehmensgruppe setzt Themen der gesellschaftlichen Verantwortung systematisch entlang fest definierter Handlungsfelder um. Dazu gehört, dass das Unternehmen wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte mit konkreten Zielen unterlegt und in einem Nachhaltigkeitsbericht regelmäßig über umgesetzte Maßnahmen und deren Erfolge informiert. Insbesondere die Selbstverpflichtung, bis 2050 einen vollständig klimaneutralen Gebäudebestand zu erlangen, wird von der Jury ausdrücklich als ambitionierte Strategie zur Erreichung des im Übereinkommen von Paris 2015 fixierten Zwei-Grad-Ziels begrüßt. Weiterhin zeichnet sich die Unternehmensgruppe durch ihr Engagement für die gesamte Wohnungswirtschaft aus: Durch die Mitbegründung des bundesweiten Bündnisses Initiative Wohnen.2050 fördert sie den regelmäßigen Wissensaustausch innerhalb der Branche, der alle Mitglieder dazu befähigen soll, eine eigene Klimastrategie zu entwickeln.“

Sehen Sie hier die Laudatio für die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt anlässlich der Verleihung des CSR-Preises 2020 als Video.


Insgesamt wurden fünf Unternehmen für den CSR-Preis der Bundesregierung nominiert. Am 22. September wurden die Gewinner jeder Preiskategorie in einem Film mit Bundesminister Hubertus Heil und Staatssekretär Björn Böhning verkündet. Alle diesjährigen Preisträger finde Sie hier!


Foto: Nassauische Heimstätte | Wohnstadt

Politikmonitor: Grüner Wiederaufbau nach Corona

Mit dem Politikmonitor Nachhaltigkeit berichten wir seit 2015 regelmäßig zu Themen, Veranstaltungen und regulatorischen Entwicklungen aus Brüssel und Berlin. Denn politische Diskussionen und Rahmenbedingungen bestimmen immer stärker, wie eine nachhaltige Entwicklung in Wirtschaft und Gesellschaft ausgestaltet wird. Mit unserem Politikmonitor wollen wir Einblicke geben, Überblick schaffen und Ausblicke versuchen.