SDG Global Festival of Action: das Wichtigste im Überblick

Ziel der UN-Konferenz in Bonn? International Lösungen für die SDGs zu entwickeln.

Das zweieinhalbtägige Festival stand ganz im Zeichen von Handlungsempfehlungen und Lösungsansätzen zur Zielerreichung der internationalen Nachhaltigkeitsziele. Das Programm beinhaltete dabei Themen wie Datenerfassung und statistische Berichterstattung, Politik und Governance sowie Innovation und Campaigning. Organisiert wurde die Veranstaltung von der UN SDG Action Campaign, einer Sonderinitiative des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP). Auch akzente war vor Ort.

 

Tag 1: „Leaving no one behind“

Das war das Motto des ersten Tages – mit Panels und Sessions zu den großen Ungerechtigkeitsfragen und globalen Herausforderungen unserer Zeit. Bei „Tackling inequality in the 21th century“ wurden bekannte Dreiklänge und Akteure – Ökonomie, Ökologie, Soziales; Wirtschaft, Verbraucher, Politik – von Vertreterinnen und Vertretern der UN, UNDP sowie ILO und deren Wirksamkeit für die SDGs diskutiert.

Im Fokus: Der Human Development Report 2019. Dieser wird  Ende diesen Jahres veröffentlicht. Ungleichheit wird darin mittels neu entwickelter Indikatoren allumfassender betrachtet, zum Beispiel über bloße Einkommensunterschiede hinaus. Zudem verknüpft er die 2030 Perspektive mit der SDG-Zielerreichung.

 

Tage 2 und 3: „Making the impossible possible“

Freitag und Samstag folgten dem Leitgedanken der Chancenperspektive – Möglichmacher und deren Ansatzpunkte für das konkrete Tun sollten im Mittelpunkt stehen. Besonderer Schwerpunkt: Städte als Brenngläser nachhaltiger Entwicklung. Vertreterinnen und Vertreter aus BonnUtrecht und New York stellten ihre jeweiligen Strategien unter Einbindung der SDGs sowie den Dialog mit der städtischen Bevölkerung vor. Letzterem hat sich auch die afrikanische Initiative „Global Peace – 100 cities, 100 dialoges“ verschrieben. Bis Ende des Jahres sollen weltweit junge Menschen mit Politikern zu unterschiedlichen SDG-Themen in den intergenerationellen Austausch gebracht werden.

„If we want to change the world, we have to change it with the world.“

Fazit

Ein internationaler Kongress, der die SDGs in diversen Formaten und über ein breites Themenspektrum dargestellt hat – von klassischen Plenar-Debatten bis hin zu kurzen Social-Media-Sessions und Rap-Einlagen in der Lobby.

Primäre Zielgruppe schienen, wider Erwarten sowie entgegen SDG 17 (Partnerships for the goals) und des widerholten Kooperationsaufrufs „raus aus den eigenen Silos und Blasen“, insbesondere der öffentliche / INGO-Sektor. Mehr Unternehmen hätten Diskussionen und Best-Practice-Beispiele sicher bereichert.

 

SDG-Awards: Inspiration aus verschiedenen Orten der Welt

Ein Highlight am ersten Abend: Die Verleihung der SDG-Action Awards mit inspirierenden, kreativen und berührenden Beiträgen aus diversen Kategorien. Hier geht’s zur Übersicht der SDG-Awards– es lohnt sich!

 

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